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Smart Grid immer noch Zukunftsgeflüster

Smart Grid immer noch Zukunftsgeflüster

Die angesetzte Energiewende kommt, aber leider kommt sie zu langsam. Viele Beteiligte erhoffen sich eine viel schnellere Umsetzung, doch an vielen Ecken fehlt es an Optimierungen. Abläufe sind noch nicht eingespielt genug, um die Umrüstung des gesamten Stromnetzes mit geringen Durchlaufzeiten zu bewerkstelligen. Auf dem VDI-Kongress „Smart Grids“in Düsseldorf resümierten die Experten aus Politik und Wirtschaft über die aktuelle Lage und den Weg zum Stromnetz der Zukunft. Über den aktuellen Stand des deutschen Stromnetzes kann an sich wenig negatives berichtet werden, denn mit durchschnittlichen Ausfallzeiten von gerade einmal 14 Minuten pro Jahr nimmt es im Vergleich zu den Netzen der EU einen der vorderen Plätze ein. Doch um das Stromnetz der Zukunft zu erreichen, muss das Netz nicht nur verteilen, sondern auch steuern: ein smartes Netz eben. Bis 2022 bleibt nur noch wenig Zeit und die Bundesregierung sieht bis dahin den Atomausstieg plus eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von bis zu 40 Prozent im Maßstab zu 1990 als realisierbar an. Generell soll bis zum Jahr 2050 sogar der Energieverbrauch halbiert werden. Um diese schwierige Aufgabe zu bewältigen, muss das Netz nicht nur effizienter, sondern auch effektiver werden. Mit einem Anteil von nur 14 Prozent sind die regenerativen Energiequellen zwar eingebunden, doch bis zur Energiewende soll dieses Tortenstück auf ein Viertel des Kuchens ansteigen. Die KfW-Bank investiert daher jährlich fünf Milliarden Euro in Off-Shore Technik, um die Windenergie zu fördern. Jedoch geht es nicht überall so stark nach Vorne, denn im gesamten Ausbauprozess liegt man bereits zwei Jahre im Rückstand. Viele der beteiligten Projekte sind noch nicht fertiggestellt und insgesamt müssen 4200km Hochspannungsnetz umgebaut werden. Vom Verteilungsnetz sind es sogar 200000 km, die mit moderner Technik ausgestattet werden müssen. Verbesserungsmöglichkeiten sieht die CDU-Politikerin Reiche in schnelleren Genehmigungsverfahren zur Erprobung neuer Technologien. Außerdem muss die Akzeptanz in der Bevölkerung gestärkt werden, denn erneuerbare Energien sind die Quellen bei denen echter Wachstum möglich sei. SAP sieht durch die intelligente Steuerung der verschiedenen Quellen mittelfristige Kosteneinsparungen von 13 Prozent, die umgerechnet Vermögenswerte im zweistelligen Milliarden-Bereich repräsentieren. Diese Einsparungen sollten auch an die Kunden weitergegeben werden, die dann bei der Suche z.B. mit einem Stromrechner für Stromtarife auf günstigere Konditionen stoßen. Doch wie so oft scheint es eine politische Frage zu sein, so sieht es Hildegard Müller, Vertreterin des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Undurchsichtige Regularien bereiten Chaos in den Kostenrechnungen, denn die Unternehmen wissen nicht, wie sie kalkulieren sollen. Der Paragraph 19.2 des Energiewirtschaftsgesetz regelt die Netzentgelte zu ungenau. Um einiges gelassener sieht die Angelegenheit Herr Holger Gassner, seines Zeichens Leiter für Politik und Märkte bei RWE Innogy, einer Tochterfirma des RWE-Konzerns mit dem Auftrag für ökologische Energietechniken. Neue Standbeine für die Energieversorgung seien problemloser als der eigentliche Netzausbau, denn der Planungshorizont bei einer Kapazitätserweiterung gestaltet sich nicht so komplex. Wichtiger ist hierbei ein gesundes Risikomanagement, denn sowohl Wind- als auch Solarenergie unterliegen starken Schwankungen und müssen harmonisch mit den alternativen und den klassischen Energiequellen verknüpft werden. Um dies zu Bewerkstelligen stellte das Unternehmen für den internen Ausbau bis zu 10 Millionen Euro im Jahr 2011 bereit.  

Veröffentlicht am 06.01.2012

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