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Wohnen in 2012: Anders oder teurer

Wohnen in 2012: Anders oder teurer

Auch bei der Planung eines Haus- und/oder Grundstückerwerbs sollte man sich den Wandel in der Immobilienbranche einmal zu Gemüte führen, denn die Neuregelungen bringen leider nicht nur Änderungen mit sich, sondern verteuern an manchen Ecken auch das Wohnglück. Nicht nur die Strompreiserhöhung von 0,75 Cent je Kilowattstunde, die der Endverbraucher zur Entlastung von energieintensiven Unternehmen tragen wird, drückt auf den Geldbeutel. Auch andere Regelungen ändern die finanzielle Situation beim Wohnen.

Regenerative Energien

Immer öfter sieht man auf den Dächern von neu gebauten Häusern und Eigenheimen die spiegelnden Flächen einer Photovoltaikanlage und so schön der Gedanke an regenerativer Energie ist und so gerne man ein Stück Autarkie erwerben möchte, so stark sollte man sich mit den bevorstehenden Unterschieden vertraut machen. Bekamm man in 2011 noch knapp 29 Cent für jede eingespeiste Kilowattstunde in das Stromnetz, werden es in 2012 gut 15 Prozent weniger sein. Während sich die Strompreise für Ökostrom stetig erhöhen, verringert sich die private Stromeinnahme auf 24 Cent je produzierter Einheit.

Anschaffungskosten sinken

Doch man sollte nicht nur die sinkenden Einnahmen in Betracht ziehen, denn die Wahrheit liegt bekanntlich in der Mitte. Fällt auch der Preis für den privat produzierten Strom, so fallen auch die Kosten für die Anschaffung einer Solaranlage, da immer straffere Produktionsprozesse zu Kostenvorteilen führen. Wer allerdings mit dem Kauf einer solchen Anlage spielt, sollte es sich schnell überlegen, denn die Prognosen für die staatlichen Subventionen von Solarstrom sinken ebenfalls in der Tendenz. Die 20-jährige Garantie für die Vergütung zum Zeitpunkt der Anlagenerrichtung bleibt hingegen unberührt und macht eine Errechnung der Amortisation etwas einfacher.

Anhebung der Grunderwerbssteuer

Um in den Genuss von Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage zu kommen, muss man jedoch über ein eigenes Dach verfügen und da ein Dach bekanntlich auf einem Haus fußt, muss auch dieses erst einmal angeschafft werden. Die hier eintretenden Steueränderungen könnten den zukünftigen Immobilienkäufern schwer im Magen liegen, denn die Bundesländer Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz nutzen den Gestaltungsspielraum bei der Grunderwerbssteuer aus. Der bisherige Steuersatz von 3,5 Prozent wird im kommenden Jahr auf 5 Prozent erhöht. Bei einem Immobilienwert von einer Million Euro werden dadurch zusätzlich 15000 Euro an Steuern fällig. Daher ist anzuraten, bei einer abgeschlossenen Planung die Unterschrift noch in diesem Jahr auf den Vertrag zu setzen.

Achtung: Vermietung an Angehörige

Ebenfalls treten Neuregelungen im Bereich der Immobilien ein, die die Vermietung an Angehörige betreffen. Bei einer Vermietung zu familiär stark reduzierten Preisen, müssen Besitzer bislang darauf achten, die Mieten höchstens auf 75 Prozent der ortsüblichen Miete zu senken, da sonst eine volle Anrechnung der Aufwendungen bei den Werbungskosten entfällt. Für eine Anrechnung bei noch stärker rabattierten Mieten, ist derzeit noch eine aufwendige Ertragsprognose zulässig, um Teilbeträge steuerlich zu aktivieren.

Allerdings fallen diese komplizierten Regelungen zum Jahreswechsel weg und werden durch eine neue Grenze von mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete ersetzt. Bei diesem Mietsatz können alle Aufwendungen vollständig angerechnet werden. Die vereinfachten Steuerregelungen kommen somit der familiären Vermietung zu Gute und begünstigen somit das Familienverhältnis bei reduziertem Zeitaufwand.Alle oben genannten Regelungen treten zum 1. Januar 2012 in Kraft.

Veröffentlicht am 05.06.2011

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